Einfach weiter reisen - #IndonesiaAddicted?

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Peru war ein Abenteuer. Ein Highlight, ganz ohne Zweifel. Noch nie war ich auf einer fünftägigen Wanderung dieses Umfangs. Noch nie war ich so lang in einem Rucksack (war ich je zuvor in einem gewesen?). Noch nie habe ich mich außerhalb eines Flugzeugs so hoch über dem Meeresspiegel befunden. Nach dem Auspacken ist vor dem Einpacken und die Frage flirrte in der Luft: What's next?

Peru. Und nu​?

Ich kann wirklich nicht leugnen, dass ich mich gefragt habe wie die Peru-Reise zu überbieten sein könnte, denn es war für mich eine Reise mit sehr, sehr besonderen Momenten. Wirklich mitten in dieser unglaublichen Landschaft zu sein, die ich niemals so hätte fühlen, riechen, schmecken undspüren können, wären Torsten, Sven und ich nicht auf die Rucksack-Idee gekommen. Ich war berauscht davon, trotz aller Anstrengung. Auch zu erleben, was es mit uns Freunden macht; wie wir miteinander umgehen und uns unter solchen Umständen entwickeln, war besonders. Die gemeinsame Lust auf Herausforderungen ist das eine. Sie wirklich miteinander zu meistern, das andere.

Geht mehr? Geht's höher? Oder Verrückter?

In mir hatte sich eine Zeit lang der Wunsch aufgebaut, all dem eins draufsetzen zu wollen. Als wäre eine weniger spektakuläre Reise automatisch eine langweiligere. Meinem Kopf ist der Denkfehler klar, doch der Langweile-Paniker in mir hatte etwas Oberwasser. In einem waren sich Torsten, Sven und ich relativ zügig einig: die nächste Sommerreise geht nach Indien oder Indonesien. Für meine Freunde ist dabei der sportliche Faktor ein besonders ausschlaggebender. Wege, Berge und Landschaften wollen nicht begangen, sondern bezwungen werden. An dieses Bedürfnis knüpft sich insofern immer die Frage, wie es sich damit vereinbaren lässt, dass ich andere Voraussetzungen mitbringe als sie. Meine Grenzen infrage zu stellen heißt nicht, dass ich ignoriere Grenzen zu haben.

Ich war über die Vulkane Indonesiens gestolpert. Die blauen Flammen! © nuttawutnuy - stock.adobe.com

Manchmal entscheidet: die App

Ob Indien oder Indonesien war keine Frage mehr, nachdem wir uns einmal mit den Klimazonen beschäftigt hatten. Zur angestrebten Reisezeit würde es in Indien vor allem nass sein. Zudem war noch ein anderer Aspekt aufgetaucht. Ich war über die Vulkane Indonesiens gestolpert. Die blauen Flammen. Plötzlich war es wieder da. Das Gefühl: da will ich unbedingt hin. Unbedingt! Genau das möchte ich sehen. Fühlen, riechen, schmecken und spüren. Geht mehr? Geht's höher? Verrückter? Den Druck der Superlative einfach sausen lassen zu können, weil der Instinkt einfach zeigte, dass sie keine Magie freisetzen, war herrlich. Natürlich darf es ein Grenzgang werden. Doch mich selbst einfach nur plump zu überbieten ist nicht das Ziel. Nicht das Wesen meiner Reiselust.

Dingfest machen

Der Flug ist gebucht. Als klar war, Indonesien und die Vulkane werden gemacht und machbar sein, tat ich, was ich mit Vorliebe tue: Schnell und klar Fakten schaffen. Wir sind vorbereitet, aber nicht verplant. Das nächste Abenteuer darf beginnen. Der Sommer ist ein unbeschriebenes Blatt und ich voller Vorfreude und mit kribbelnder Spannung erfüllt. Ich werde einfach weiter reisen. Ins Dickicht und in die Weite. Um die Ecke blicken und durch Ferngläser. Äußere Begrenzungen erforschen und die inneren gleich mit. Vor allem aber: intensiv Raum und Zeit mit Freunden teilen.

Wohin geht deine Reise weiter? Ich bin neugierig auf eure Ziele!


#traveladdicted in Peru: 

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Verrückte Aktion. Typisch ich! (Teil 1) - Janis McDavid Blog

Ich reise, eingezwängt in einen Trekking-Rucksack, auf dem Rücken meiner Freunde durch Peru. Ja richtig: Ich sitze nicht zwischen zwei Gepäckstücken oder trage gar selbst eines – nein, ich bin der Inhalt, den es zu transportieren gilt...
Good cop, bad cop: Ist „nett“ wirklich die kleine ...
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