Janis ganz direkt (Q&A 1-2)

Janis McDavid Mutmacher

Letzte Woche habe ich hier im Blog angefangen, Eure Fragen zu beantworten, die mich über die verschiedenen Kanäle erreicht haben. Heute möchte ich dies gerne fortsetzen und mich weiter der folgenden Frage widmen:

Frage: Was wäre Deine Idee, um die Welt zu einem gerechteren Ort für alle Menschen zu machen... Chancengleichheit über Kontinente hinweg?

Für mich ist der erste Schritt in eine gerechtere Welt der, 

dass ich erst einmal für ich selbst anerkenne, dass es tatsächlich Unterschiede gibt. Dass Unterschiede aber nicht zwingend Ungerechtigkeit bedeuten. Und dass der Blick auf das, was uns verbindet und was wir gemeinsam haben, am Ende der wichtigste ist. Uns allen gemeinsam ist, dass wir uns ein lebendiges und erfülltes Leben wünschen.

Ich wollte als Kind Motorradpolizist werden. Ich könnte nun bis heute daran kranken, dass meine Lebensgegebenheiten dass nicht zulässt. Wäre es nun gerecht und chancengleich, wenn alle Welt alles dran setzt, dass ich doch diesen Beruf haben kann? Oder war es klug, irgendwann mein Lebensglück von diesem Wunschbild abzukoppeln und mir klar zu werden: ein erfülltes Leben gibt es auch jenseits des Motorradpolizisten. Es gibt viel, viel mehr als diese eine Vision, die mich glücklich macht. Welche Wege also kann ich gehen?

Ich halte es für extrem wichtig, dass wir, bevor wir irgendwas anderes in Angriff nehmen, erst einmal das Hier und Jetzt und unser eigenes Sosein vollkommen annehmen können. Nur, und nur dann, können wir in einem zweiten Schritt sehen, was daraus gemacht werden kann.

Welche Möglichkeiten wir haben 

Wenn du anerkennen kannst, dass diese Welt nicht unbedingt ein gerechter und chancengleicher Ort ist, wirst du Glück und Lebensreichtum an Plätzen und in Momenten finden, die du gar nicht vorher erwartet oder überhaupt gesehen hast. Wenn du glaubst, dass dein Lebensglück davon abhängt, dass diese Welt ein gerechter und chancengleicher Ort ist/wird, dann ist programmiert, dass du dich unglücklich fühlst. Du hast dich selbst von Umständen abhängig gemacht.

Wenn wir uns selbst Chancen geben, uns zu befreien aus Gedankenkonstrukten und Erwartungshaltungen, wenn wir unseren eigenen Wert und den Wert des Lebens schätzen, dann tragen wir sehr viel zur allgemeinen Gerechtigkeit und Chancengleichheit bei.

Weil wir kraftvolle Energie in unser Umfeld schicken und keine Angst vor Hürden oder Hindernissen haben. Weil wir Mut entwickeln und mutig handeln. Uns wehren; für uns einstehen; unsere Bedürfnisse kennen und sie aussprechen. Weil wir gut bei uns selbst sind und Lust haben gut mit uns umzugehen, um unser bestes Leben zu leben. Und nicht uns selbst für was auch immer zu verbrauchen.
Wenn ich für mich selbst erkenne, dass ich nicht „falsch" bin, dann können es auch die anderen schneller sehen.

Wir wissen, dass nichts perfekt ist 

oder sein muss. Wir selbst sind es nicht. Die Welt ist es nicht. Wenn ich für mich selbst erkenne, dass ich nicht „falsch" bin, dann können es auch die anderen schneller sehen. Dass es ein paar niemals sehen werden – so what? Ich warte nicht darauf und ich erwarte es auch nicht. Ich bin im besten Sinne frei davon. Und deshalb handlungsfähig.

Wir wissen, was uns verbindet: die Sehnsucht nach Liebe und Freude, nach Glück und Erfülltheit, nach Sinn und Sinnlichkeit. Unsere Sehnsucht nach unserem besten Leben – so unterschiedlich das aussehen mag.

Den ersten Teil der Frage liest Du hier: 

...

Janis ganz direkt (Q&A 1-1)

In den nächsten Wochen möchte ich hier im Blog gerne Eure konkreten Fragen beantworten, die mich in letzter Zeit über viele Kanäle erreicht haben – vor allem über das letzte Gewinnspiel, bei dem es ein Meet & Greet zu gewinnen gab. Den Start macht eine ganz besondere Frage, die mich erreichte – lest selbst​...
Janis ganz direkt (Q&A 1-1)

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Kommentare 2

Gäste - Peter am Donnerstag, 04. Juni 2020 00:05

Ich lese deine blogs gerne und mit vielem kann ich auch etwas anfangen. Meistens stimuliert es um mal nach zu denken ob ich deine gedanken und meiningen teile. Meistens ist das so. Manchmal frage ich mich woher dein ewiger optimismus und die lust am leben kommt. Ich bin im großen und ganzen ein optimistischer mensch aber manchmal finde ich auch alles richtig scheiße. Und manchmal lasse ich mich hängen. Darum lese ich deine blogs auch gerne. Meistens lerne ich etwas. Oder zwingst du mich mal anders zu denken. Oder die sachen auf eine andere art zi sehen. Danke da für.

Ich lese deine blogs gerne und mit vielem kann ich auch etwas anfangen. Meistens stimuliert es um mal nach zu denken ob ich deine gedanken und meiningen teile. Meistens ist das so. Manchmal frage ich mich woher dein ewiger optimismus und die lust am leben kommt. Ich bin im großen und ganzen ein optimistischer mensch aber manchmal finde ich auch alles richtig scheiße. Und manchmal lasse ich mich hängen. Darum lese ich deine blogs auch gerne. Meistens lerne ich etwas. Oder zwingst du mich mal anders zu denken. Oder die sachen auf eine andere art zi sehen. Danke da für.
Gäste - Tete (website) am Donnerstag, 04. Juni 2020 12:33

Lieber Janis,
ich bin schwer beeindruckt von deiner Kraft, die in jeder Zeile zu spüren ist.
Auch deine Worte haben mich berührt. Ich habe gerade deinen Podcast mit Tim gehört. Ich bin immer sehr froh, inspirierenden Menschen zu begegnen.
Deine Energie macht die Welt zu einem besseren Ort.

Tanti Saluti Tete

Lieber Janis, ich bin schwer beeindruckt von deiner Kraft, die in jeder Zeile zu spüren ist. Auch deine Worte haben mich berührt. Ich habe gerade deinen Podcast mit Tim gehört. Ich bin immer sehr froh, inspirierenden Menschen zu begegnen. Deine Energie macht die Welt zu einem besseren Ort. Tanti Saluti Tete
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