I have a dream... (Paravan 2)

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1997 steht ein Mann bei strömendem Regen an einer Autobahnraststätte, und müht sich ab, einer Frau dabei zu helfen, ihren im Rollstuhl sitzenden Mann auf den Beifahrersitz zu bekommen. Die spontane Hilfsaktion hätte mit einem einfachen Danke enden können. Stattdessen wird sie zur Geburtsstunde einer Weltveränderung.  

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Jetzt übertreib mal nicht​! 

Kleiner hab ich's gerade nicht. Es ist angemessen, nicht übertrieben. Für Menschen mit Behinderung stellt die Möglichkeit, mit ihrem Rollstuhl ins Auto oder/und direkt vor das Lenkrad zu fahren einen lebensverändernden Meilenstein dar. Für Angehörige nicht minder, nebenbei bemerkt. Gar nicht zu sprechen von den Möglichkeiten, die sich aus diesen ersten Schritten ergeben haben, um z.B. das Autofahren ohne Arme oder Beine möglich zu machen. 1997 steckten Themen wie Inklusion so sehr in den Kinderschuhen, wie nur irgendwas. Mag sein, da gibt es ein Problem. Mag sein, hat jemand plötzlich die Idee zur möglichen Lösung. Was es nicht gab, war ein Markt dafür. Eine Lobby. Ein Kopfnicken.  

Janis Armstrong 

Doch, ein bisschen hab ich mich gefühlt wie der erste Mensch auf dem Mond. Es war der Tag, an dem das Unglaubliche geschah. Auf der REHACARE Messe am Stand von PARAVAN sollte es erstmalig die Möglichkeit einer Probefahrt im Auto geben! Natürlich waren die Kapazitäten dafür begrenzt, eine Anmeldung erforderlich und die Wartelisten lang. Natürlich habe ich nichts davon gescheut, um aus „I have dream" mein ganz persönliches „I have an appointment" zu machen. Das Glücksgefühl dieses Augenblicks war ähnlich intensiv wie jenes, welches ich bei meinem ersten Besuch in der Firma gehabt hatte. Der Ort, an dem Menschen wahr machten, was andere für komplette Spinnerei hielten.  

Auf der Zielgeraden

So wie ich eine der ersten Anmeldungen am Messestand abgegeben hatte, meldete ich mich ebenfalls zum Führerschein an, so früh es irgend möglich war. Während ich die Theorie bei einer Fahrschule in Bochum absolvierte, kam ich zwecks Praxis für drei Wochen in eine Intensivfahrschule direkt bei PARAVAN. Es wundert nicht wirklich, dass ich alles auf Anhieb bestand.

Ender der Neunziger Jahre erntet ein Kind Spott und Kopfschütteln, weil es weiß, dass es einmal Auto fahren wird. Ende Neunziger Jahre erntet ein Mann, Roland Arnold, viel Spott und Kopfschütteln, weil er behindertengerechte Autos bauen will, um Menschen mit Handicap mehr Freiheit, Lebensqualität und Selbstbestimmung zu geben.

Im Mai 2009, rund zehn Jahre später, sitze ich in einem dieser Autos und habe meinen Führerschein in der Tasche. Nuff said.

Aktuell verfolge ich, welche Innovationen unsere Zeit erfordert, und welche Menschen sich trauen an Lösungen zu glauben, für die es noch nicht einmal einen Ansatz gibt

Vom Traum zur Normalität 

Inzwischen fahre ich seit fast zehn Jahren mein eigenes Auto. Es ist fester Lebensbestandteil und besonders im beruflichen Kontext nicht wegzudenken, ja, ohne diese eigene Mobilität wäre nichts von dem möglich gewesen, was sich entwickelt hat. Auch wenn ich die mit meiner Arbeit einhergehende Vielfahrerei nicht immer erquicklich finde, hat sich an meiner Dankbarkeit und Freude nichts verändert, die ich darüber empfinde, dass mein Kindheitstraum Wirklichkeit geworden ist. Mit Spannung und Neugier verfolge ich, wohin die nächsten Entwicklungen gehen. Welche Innovationen die aktuelle Zeit erfordert, und welche Menschen sich trauen an Lösungen zu glauben, für die es noch nicht einmal einen Ansatz gibt. Menschen, die nicht einfach über Alternativen zu gewohnten Bahnen sinnieren, sondern die wirklich, wirklich neu denken.  

Fazit 2 

Wenn ein Schlüsselmoment dein Herz bewegt und du plötzlich spürst: Das will ich tun, das will ich finden, das will ich lösen! Dann tu's. Frag nicht, ob es einen Markt gibt; frag dich, welchen Wert es für dich hat und folge ihm.

Fazit 3

Trau dich neu zu denken. Wer davon ausgeht, dass Handys Ziffertastaturen brauchen, wird niemals ein Touchscreen-Smartphone entwickeln. Wer schnellere Pferde will, wird niemals das Auto erfinden. Wer davon ausgeht, dass man zum Autofahren Arme und Beine braucht, wird niemals Techniken einbeziehen, die Gliedmaßen überflüssig machen.

I have a dream. Hab auch du einen Traum. Der kann groß oder klein, welt-, herz- oder menschbewegend, komplett verrückt oder völlig verrückt sein – er wird immer ein Schritt in dein bestes Leben sein.

Fotos: Katy Otto


Du willst wissen, welches Auto ich fahre? 

...

Behindertengerechte Fahrzeugumbauten - PARAVAN GmbH

Automobile Unabhängigkeit? Dank den behindertengerechten Mobilitätslösungen, Fahrzeugumbauten & Elektrorollstühlen von PARAVAN wird dieser Traum wahr.

 Zum Anfang der Story:

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I have a dream... (Paravan 1)

Ich werde Auto fahren! Als ich Kind war, gab es in der alltagsrealen Technik nicht den geringsten Anlass zu glauben, dass sich dieser Herzenswunsch von mir erfüllen könnte. Während ich mich unbeirrt als Autofahrer sah, viele darüber lachten und den Kopf schüttelten, stand ein Mann irgendwo in Deutschland im Regen und hatte einen Schlüsselmoment. Eine atemberaubende Geschichte mit drei Fazits.

Der größte Fehler, den du als Speaker machen kanns...
I have a dream... (Paravan 1)

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